Zum Hauptinhalt springen
12.11.2026 15:04

Weihnachtszeit ist Vorlesezeit
Buch- und Medienempfehlungen 2025

Foto: Privat – mit freundlicher Genehmigung


Ein Abend, ein Buch, eine vertraute Stimme. Mehr braucht es nicht. Ein Vater, seine beiden Kinder neben sich, der Familienhund dabei. Er liest vor. Weil es für ihn – in jenem Moment – das Wichtigste ist.

Das Buch heißt „Die wunderbare Weihnachtsreise". Von Lori Evert, fotografiert von Per Breiehagen.

Ich kenne dieses Bild. Es kommt aus einer Familie, die ich viele Jahre begleitet habe – bis die Kinder zu groß waren. Der natürliche Lauf der Dinge.


Warum Vorlesen zählt

Die Stiftung Lesen belegt es seit Jahren mit Studien: Kinder, denen vorgelesen wird, entwickeln nicht nur Sprache und Fantasie – sie entwickeln Vertrauen. In Menschen. In Geschichten. In die Welt.

Zehn bis fünfzehn Minuten genügen. Jeden Abend. Keine App, kein Programm, kein Konzept. Nur ein Buch und eine Stimme.

Wer geprüfte Leseempfehlungen sucht – nach Alter, Thema und Medienkategorie sortiert – wird dort in großer Menge fündig.


Zwei Bücher für den Advent

Seit einigen Jahren begleiten mich zwei Bücher – in Kindergärten oder bei Vorlesestunden. Großformatig, mit Fotografien, die auch von hinten im Raum noch erkennbar sind.

„Die wunderbare Weihnachtsreise" und „Ein wunderbarer Weihnachtswunsch" – beide erzählt von Lori Evert, fotografiert von Per Breiehagen, erschienen im Sauerländer Verlag.

©Sauerländer Verlag


Es sind keine gezeichneten Bilderbücher. Es sind Fotografien. Ein Mädchen namens Anja, in traditioneller skandinavischer Tracht, unterwegs durch verschneite Wälder. Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann. Begleitet von einem Rentier, einem Pferd, einem Eisbären.

Die Bilder sind atemberaubend. Die Geschichte ist einfach. Und genau das ist ihre Stärke.

Kinder wollen nicht erklärt bekommen, was Weihnachten bedeutet. Sie wollen es sehen. Fühlen. Durch Bilder, die größer sind als Worte.


Was Vorlesen mit Weihnachten zu tun hat

Der Weihnachtsmann gehört zur Welt der Bücher. Nicht als Figur, die erklärt wird – als Figur, die erscheint. In Geschichten. In Bildern. In der Fantasie eines Kindes, das zuhört.

Vorlesen ist Vorbereitung. Nicht auf den Auftritt – auf den Abend. Auf die Stille, die entsteht, wenn alles stimmt.

Und manchmal liegt dann auch Hündin Ragna 🌺 daneben. Und „hört" einfach mit.